9 Tipps wie du deine standesamtliche Trauung festlich gestalten kannst.

Aktualisiert: März 7

Oder – wie ihr dem Fotografen tolle Motive bietet.


Eines vorweg – eine standesamtliche Trauung ist immer ein rechtlicher Akt in einem dafür festgelegten Rahmen. Das Ergebnis: viele betrachten eine Trauung dieser Art als einen bürokratischen Akt. Formell wie eine Akte, eben nicht als eine romantische Zeremonie die es in jedem Fall werden kann.Aus diesem Grund planen nicht wenige Brautpaare zusätzlich eine kirchliche oder eben eine freie Trauung.

Dieser Rahmen bietet viele Möglichkeiten für Individualität und Romantik. Doch halt, auch eine standesamtliche Trauung kann zu einer romantischen Zeremonie werden! Ihr fragt euch wie das geht?

Das möchte ich euch mit den Tipps in diesem Beitrag gerne näher bringen.



  1. Die Qual der Wahl! Wählt euren Standesbeamten selbst aus …

  2. Der Ort der Trauung

  3. Wann wird geheiratet? - Natürlich an einem Wochenende

  4. Die persönliche Note

  5. Die richtige Musik

  6. Dekoration bitte!

  7. Das Outfit – Kleider machen Leute!

  8. Apropos Blumen

  9. Die Feier danach.


1. Die Qual der Wahl! Wählt euren Standesbeamten selbst aus … Ist euch bewusst, dass ihr euch quasi in jedem Standesamt in Deutschland trauen lassen könnt? Wie funktioniert das? Ganz einfach, ihr müsst euch vorab mit dem Standesamt eurer Wahl in Verbindung setzen, und die örtlichen Rahmendaten und Gegebenheiten abklären (Kleiner Tipp, auch hierzu findet ihr Bewertungen im Internet). Im nächsten Schritt, die Anmeldung der Eheschließung, gebt ihr einfach das Standesamt an, für dass ihr beiden euch entschieden habt. An dieser Stelle ein Hinweis: die Anmeldung kann nur an dem Ort erfolgen, an dem ihr gemeldet seid! Es gibt diverse Gründe warum es sich lohnen kann, dass Standesamt zu wechseln, wie zum Beispiel:

  • Das Standesamt eures Heimatortes ist so stark frequentiert, dass für die Zeremonien nur sehr wenig Zeit eingeplant ist. Ich hatte im Dezember eine standesamtliche Hochzeit in Berlin begleitet, dort wurde gefühlt im 15 Minuten Takt geheiratet. Dennoch war die Zeremonie selbst sehr gelungen!

  • Ein weiterer Punkt kann sein, dass euch der Standesbeamte schlicht unsympathisch ist.


Informiert euch im Vorfeld über das örtliche Standesamt. Sollten euch die Informationen, die ihr bekommt nicht zusagen, dann könnt ihr auf ein anderes Standesamt ausweichen.


Wichtig: Klärt auch dort im Vorfeld mit dem Standesbeamten ab, ob eure Wünsche dort umsetzbar sind.




2. Der Ort der Trauung Euer Standesamt ist ein tristes Bürogebäude wie die Capitol in „Stromberg“? Die Beamten sind humorlos was das fotografieren, die Musik, oder das traditionelle werfen von Blüten angeht? Auch hierfür findet sich eine Lösung. Einige Standesämter bieten gegen Gebühr die Möglichkeit, eure Trauung in einer Außenstelle zu vollziehen. Die "Außenlocation"könnt Ihr leider nicht beliebig wählen, denn in Deutschland darf nur an den dafür gewidmeten Orten getraut werden. Diese Widmung ist ein recht aufwändiges Verfahren, dass vom Gemeinde-/Stadtrat und der Standesamt-Aufsicht beschlossen werden muss.


Daher bietet sich diese Möglichkeiten nicht bei allen Standesämtern. Wenn euer Standesamt diese Möglichkeit anbietet, dann meist nur an festgelegten Tagen, da die Standesbeamten zum einen im Amt für andere Arbeiten fehlen, zum anderen die Locations nicht jeden Tag verfügbar sind oder extra angemietet werden müssen. Merke: Ihr verfügt über die ein oder andere Möglichkeit, eurer Trauung einen ganz besonderen Rahmen zu verschaffen. Fragen kostet nichts, die Umsetzung dann schon. Die Antwort, ob euch das wert ist oder nicht, müsst ihr euch selbst geben. Sollte das nicht infrage kommen, könnt ihr immer noch Tipp 1 umsetzen.


3. Wann wird geheiratet? - Natürlich an einem Wochenende In der Regel finden standesamtliche Trauungen unter der Woche statt.

Ganz ehrlich: Wer von der Familie und euren Freunden hat schon Lust, unter der Woche dieses besondere Ereignis zu feiern? Ich würde behaupten die wenigsten. Die gute Nachricht ist: einige Standesämter bieten gegen Gebühr die Möglichkeit an, euch Freitagnachmittag oder sogar an einem Samstag zu trauen. So bereits erlebt bei einer standesamtlichen Trauung in Ludwigsburg.



4. Die persönliche Note Die Standesbeamten arbeiten meistens mit vorgeschriebenen Textbausteinen.

Hier bietet sich die Möglichkeit, den Text individuell mitzugestalten.

Jeder Standesbeamte Handabt das allerdings anders.

Einige verwenden ausschließlich vorbereitete Reden

(meist in Standesämtern wo am „Fließband“ geheiratet wird). Andere wiederum nehmen sich die Zeit, euch beide kennenzulernen und besprechen persönliche Details um diese dann in ihrer Rede mit einfließen zu lassen.


Auch hier ist Kommunikation Queen! Sprecht mit dem Standesbeamten im Vorfeld, dass es zu keinen bösen Überraschungen kommen kann.


5. Die richtige Musik Musik schafft meistens eine ganz besondere Atmosphäre und weckt die Emotionen.

Und genau darum geht es bei einer Eheschließung doch!

Macht aus eurer standesamtlichen Zeremonie eine einzigartige romantische Trauung. Ich persönlich finde live Musik in diesem Rahmen am stimmungsvollsten.

Ob ihr euch nun für Musik aus der Box entschiedet oder für Livemusik

– was ganz klar einen Kostenfaktor darstellt – eines ist sicher, die Musik untermalt die Individualität eure Zeremonie.

Absolute Gänsehautgarantie!


6. Dekoration bitte! Wie heißt es so schön? Das Auge isst mit!

Mit der richtigen Dekoration kannst du selbst dem trostlosesten Standesamt einen romantischen Touch verleihen. Was es da nicht alles gibt … begonnen bei Blumensträuße, über Kerzen deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Gelegentlich dekorieren die Mitarbeiter der Standesämter den Raum selbst,

wenn sie die Zeit dazu finden. Neben der eigentlichen Dekoration könnt ihr die Trauung mit kleinen, aber wichtigen Accessoires, wie einem eleganten Stammbuch, ein Gästebuch oder ein zierliches Ringkissen aufpeppen.


Hier findest du die ultimative Hochzeitsdekoration Checkliste zum downloaden.

Alles auf einmal umzusetzen ist auch eine Möglichkeit :)


7. Das Outfit – Kleider machen Leute! Eine standesamtliche Trauung bietet euch die Möglichkeit zu heiraten wie ihr euch das vorstellt.

Wenn ihr eher sportlich - leger seid und euch so wohl fühlt, dann lasst euch genau so trauen. Wichtig: teilt euren Gästen mit, dass ihr in legerer Kleidung heiratet.

So kann sich jeder darauf einstellen und niemand erscheint „Overdressed“. Wenn du schon immer von einer Trauung in einem pompösen Kleid geträumt hast, dann setze deinen Traum einfach um! Das Kleid ist eines der zentralen Themen bei einer kirchlichen Trauung. Warum also nicht auch auf einer standesamtlichen Zeremonie? Pompös, schlicht, elegant, weiß oder farbig, mit oder ohne Accessoires? Gestalte das Outfit deiner Trauung so, wie du es dir vorstellst und wünscht. Wichtig: Ich persönlich finde, dass ein Brautstrauß das ganze schön abrundet. Mit diesem könnt ihr gemeinsame Akzente setzen indem sich dein Mann dieselbe Blume ansteckt, die du für deinen Brautstrauß gewählt hast. Merke: Legt euch auf bestimmte Blumensorten und Farben schon im Vorfeld bei der Planung eurer Trauung fest. Lasst die Gedanken eurer Planung in die Dekoration einfließen. So zieht sich von Beginn an ein roter Faden durch euer Konzept.


8. Apropos Blumen Ihr liebt Traditionen? Dann lasst euch bei eurem ein- und Auszug von einem Blumenmädchen begleiten. Beim Auszug entsteht eine besonders schöne Atmosphäre, wenn eure Gäste dabei Spalier stehen. Da dass klassische Reis werfen verboten ist, können die Gäste als Alternative Seifenblasen pusten, Konfetti werfen, Luftballons steigen lassen (Was auf Fotos meistens toll kommt. Bei den letzten beiden Anregungen bitte immer an die Umwelt denken!). Auch hier ist die Absprache mit euren Standesbeamten wichtig, denn jedes Standesamt handhabt es anders.


9. Die Feier danach Das schönste einer Hochzeit, abgesehen von der Zeremonie, ist die Feier danach.

Eure Planung ist geglückt, der ganze Druck fällt von euren Schultern.

Ihr habt es geschafft und seid von nun an rechtskräftige Ehepartner. Und was steht jetzt an?

Es wäre doch wirklich schade, wenn eure Gesellschaft jetzt schon auseinander geht. Nutzt doch die Zeit mit euren liebsten, und gestaltet diesen Tag nach euren Vorlieben. Da wären zum Beispiel.


  • Ein Sektempfang

  • Oder Kaffee und Kuchen

  • hungrig? Dann geht gemeinsam Essen.

  • Und / oder feiert einfach ausgelassen eine Hochzeitsparty.


Lasst den Tag nach euren Vorstellungen mit euren Familien und Freunden ausklingen.

Im Kreise eurer Liebsten wird eure Trauung mit Sicherheit etwas ganz besonderes!


Mein Fazit

Ganz klar, eine standesamtliche Trauung ist immer ein trockener Rechtsakt. Doch mit überschaubaren finanziellen Mitteln, und ein paar kreativen Einfällen, könnt ihr aus eurer Trauung einen ganz besonderen Tag machen der in Erinnerung bleibt.


Zusammengefasst

  • Werdet euch darüber im Klaren, was euch bei eurer Zeremonie wichtig ist.

  • Informiert euch eingehend über die Rahmenbedingungen des Standesamtes bevor ihr euch für eines entschiedet.

  • Sprecht eure Wünsche vorher bei dem zuständigen Standesbeamten an, und steckt euere Möglichkeiten ab.

  • Habt euch lieb, und habt Spaß!


PS: Eine standesamtliche Trauung in einem festlichen, romantischen Rahmen bietet eurem Fotografen deutlich mehr Motive :)


Was ihr bezüglich der Wahl des Fotografen noch beachten könnt findet ihr in meinem Blogeintrag

Quelle der Lizenzfreien Fotos

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